Stiftung 2° auf dem Climate Summit in New York

Für den 23. September 2019 hatte UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Staats- und Regierungschefs zum Climate Summit nach New York eingeladen. Viele namhafte Politiker folgten der Einladung, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Guterres hatte im Vorfeld seine Erwartung an den Gipfel deutlich gemacht: „Don’t bring a speech. Bring a Plan!“, war sein Leitspruch. Reden wurden einige gehalten. Neue weitreichende Pläne, wie die Klimaziele zu erreichen sind, gab es aber nur wenige.

Angela Merkel fuhr mit leichtem klimapolitischen Gepäck nach New York: Kurz zuvor wurde im Kanzleramt nach einem 19-stündigen Verhandlungsmarathon das Klimapaket verabschiedet. Zwar erfuhr sie dafür internationale Anerkennung in New York, zuhause aber hagelte es Kritik. Auch der Stiftung 2° sind der Entwurf des Klimaschutzgesetzes und das Klimaschutzprogramm nicht ambitioniert genug: Aus unserer Sicht greifen die im Programm aufgeführten Maßnahmen zu kurz und werden wahrscheinlich bei Weitem nicht ausreichen, um die Klimaziele 2030 zu erreichen. Gleichzeitig erkennen wir jedoch an, dass die Architektur für ambitionierten

Klimaschutz geschaffen wurde. Denn die jahresscharfen Emissionsmengen für jeden Sektor wurden mit Überprüfungsmechanismen zum Nachsteuern versehen – darauf wird man aufbauen können (hier finden Sie eine ausführliche Bewertung des Klimapakets).

Zwar wurden von Angela Merkel und anderen führenden Politikern in New York einige Zusagen gemacht. Deutschland beispielsweise hat sich nicht nur zur Treibhausgasneutralität bis 2050 bekannt, sondern auch feste finanzielle Verpflichtungen verkündet, z. B. für den Schutz der Regenwälder und verschiedene Waldinitiativen. Insgesamt aber ging nicht das von Guterres erhoffte starke Signal der Staats- und Regierungschefs für den Klimaschutz aus, das es für die Größe der Herausforderung eigentlich bräuchte.

Anders sah es bei einer Reihe von nicht-staatlichen Akteuren aus: Seit einigen Jahren bereits gibt es den Trend auf Klimagipfeln der Vereinten Nationen, dass sogenannte „side events“ der Zivilgesellschaft eine zunehmend wichtige Rolle einnehmen. Auch in New York haben unzählige Veranstaltungen im Hauptquartier der Vereinten Nationen und an unterschiedlichen Orten in Manhattan die Themen und Diskussionen vorangetrieben. Gerade Unternehmen spielen hier eine immer wichtigere Rolle. Und das ist nicht verwunderlich: Schließlich erkennen immer mehr Unternehmen, dass der Klimawandel nicht nur ein Risiko für ihre Geschäftsmodelle ist. Vielmehr sehen Unternehmen Chancen im Klimaschutz, da sie sich mit innovativen und nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen zukunftsfähig aufstellen können.

Martin Kaul, Büroleiter und Senior Referent, hat die Stiftung 2° auf einem der Wirtschaftsplätze in der deutschen Delegation auf dem Climate Summit in New York vertreten.

Jahreskonferenz 2019 – “Investitionen in Klimaschutz: Das Geschäftsmodell des Jahrhunderts?”

Die Zukunft gehört den Unternehmen, die sich mit ihren innovativen und nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen international durchsetzen werden. Die Transformation der Wirtschaft hin zur Treibhausgasneutralität jedoch wird Milliarden kosten und nicht alle notwendigen Technologien lohnen sich bereits heute. Ein erfolgreicher Übergang erfordert also eine enge Koordinierung zwischen Politik, Technologie und Kapital.

 

Unter dem Titel: “Investitionen in Klimaschutz: Das Geschäftsmodell des Jahrhunderts?” konzentrieren wir uns in diesem Jahr auf eine entscheidende Frage:

Wie wird der Übergang in die <2°-Wirtschaft finanziert?

  • Welche Geschäftsmodelle werden von Investoren als „zukunftsfähig“ angesehen?
  • Wie kann es gelingen, die notwendigen Investitionen in klimafreundliche Technologien auszulösen?
  • Wie können bahnbrechende Innovationen auf den Markt gebracht werden?
  • Wie werden finanzielle Risiken abgesichert und langfristige Investmentszenarios stabilisiert?
  • Welche Rolle spielen bei der Finanzierung die Politik, die Finanzwirtschaft und die Unternehmer selbst?
  • Welche Kooperationen von Unternehmen sind notwendig und wie werden Finanz- und Realwirtschaft zusammengeführt?

Über diese Fragen wollen wir gemeinsam mit hochrangigen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und Wissenschaft diskutieren. Unsere Jahreskonferenz findet am 27. November 2019 statt.

Die Teilnahme der Konferenz ist nur auf Einladung möglich. Wenn Sie an der Jahreskonferenz teilnehmen möchten und keine Einladung erhalten haben, schreiben sie uns bitte eine E-Mail an jahreskonferenz@2grad.org mit dem Betreff “Anmeldung Jahreskonferenz”. Wir werden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurückmelden.

Programm

12:30 – 13:00EINLASS UND AKKREDITIERUNG
13:00 – 13:10BEGRÜSSUNG

Birgit Klesper, Senior Vice President Group Corporate Responsibility, Deutsche Telekom AG und Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°

13:10-13:30IM GESPRÄCH

Prof. Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group und Präsidiumsvorsitzender der Stiftung 2° mit Luisa Neubauer, Klimaschutz-Aktivistin Fridays for Future

13:30-13:50KEYNOTE

Wohin geht die Reise: Die Deutsche Bahn als Gestalter der Mobilitätswende
Dr. Richard Lutz, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Bahn AG

13:50-15:00IMPULSE

Nachhaltigkeit – insbesondere Klimaschutz – als Strukturwandel
Dr. Günther Thallinger, Vorstand Investment Management der Allianz SE

CO2-Bepreisung: So wird sie zum Innovationstreiber
Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

Climate Change Start-Ups: Wer zahlt heute für die Ideen von morgen?
Hannah Helmke, Gesellschafterin der right. based on science UG

Energieintensive Industrie: Transformation braucht einen politisch-ökonomischen Rahmen!
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender des Vorstandes der Salzgitter AG

15:00-16:00IM DIALOG
World Café mit den CEOs der Stiftung 2°-Förderer und den ImpulsgebernGemeinsam mit den Impulsgebern und den CEOs der 2°-Unternehmen tauschen Sie sich aus und diskutieren Fragen zu den Themen: Verkehr, Sustainable Finance, CO2-Bepreisung, Climate Change Start-Ups und Energieintensive Industrie. Fragen aus diesem Austausch werden in die Debatte auf dem Podium eingebracht.
16:00-16:30PAUSE
16:30-17:00POLITISCHE KEYNOTE

Über Aufgaben gewinnen wir die Zukunft – Wie Nachhaltigkeitspolitik Wirtschaft und Land beleben kann
Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages

17:00-18:00DEBATTE

„Investitionen für die <2°-Wirtschaft – mit welchem politischen Rahmen wird Klimaschutz zum Geschäftsmodell des Jahrhunderts?“

 ·       Kristina Jeromin, Deutsche Börse AG/Green and Sustainable Finance      Cluster Germany

·       Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen

·       Andreas Jung, MdB CDU/CSU

·       Cem Özdemir, MdB Bündnis 90/Die Grünen

·       Fishbowl-Teilnehmer aus den World-Cafés

Moderation: Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°

18:00-18:15      SCHLUSSWORTE

Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°

18:15    GET TOGETHER

 

Ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz als Chance für Innovation, Planungssicherheit und mehr Klimaschutz – Wirtschaft sendet starkes Signal vor der Sitzung des Klimakabinetts.

Wenige Tage vor der entscheidenden Sitzung des Klimakabinetts am 20.09.2019 veröffentlicht die Stiftung 2° ein Positionspapier im Rahmen der „Unternehmerinitiative Klimaschutzgesetz“.

Seit Anfang dieses Jahres hat die Stiftung 2° mehr als 30 deutsche Konzerne sowie große und mittelständische Unternehmen aus allen Branchen der Wirtschaft in der “Unternehmerinitiative Klimaschutzgesetz” zusammengeführt – darunter bedeutende Unternehmen aus der Automobilbranche, der Schwerindustrie, des Maschinenbaus, der Chemieindustrie oder auch der Finanzbranche. Die teilnehmenden Unternehmen beschäftigen in Deutschland nahezu 1 Millionen Menschen und stellen weltweit rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze.

Aus den Diskussionen mit den Unternehmen hat die Stiftung 2° politische Forderungen abgeleitet, die sie in dem beiliegenden Positionspapier veröffentlicht und damit die klare Botschaft sendet: die deutsche Wirtschaft ist bereit, sich konstruktiv für das Erreichen der Klimaziele zu engagieren und macht konkrete Vorschläge für klimapolitische Maßnahmen und Instrumente.

Das Positionspapier enthält die wichtigsten unternehmerischen Anforderungen an ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz in den Sektoren Gebäude, Verkehr und Industrie mit einer wirkungsvollen CO2-Bepreisung als zentraler übergreifender klimapolitischer Maßnahme. Darunter befinden sich die Forderungen, dass ein Klimaschutzgesetz mit den Zielen des Klimaschutzabkommens von Paris kompatibel sein müsse und ein CO2-Preis noch in dieser Legislaturperiode eingeführt werden sollte. Mit Blick auf die Sektoren werden Maßnahmen angeführt, die dazu beitragen sollen, im  Gebäudebereich eine Sanierungsdynamik zu entfachen, um diesen zum klimapolitischen Zugpferd zu machen, den Markthochlauf der Elektromobilität voranzutreiben und die Schiene zu stärken sowie im Industriesektor die Markteinführung von Technologien zur substantiellen Reduktion der Prozessemissionen zu ermöglichen.

„Die ‚Unternehmerinitiative Klimaschutzgesetz‘ zeigt: Klimaschutz ist in allen Teilen der Wirtschaft angekommen und Unternehmen treiben die Klimapolitik ambitioniert voran”, sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°. „Auch Unternehmen, die vor besonders großen klimapolitischen Herausforderungen stehen, bringen sich konstruktiv in die Diskussion ein. Denn sie wollen ihrer zentralen Rolle beim Klimaschutz gerecht werden und brauchen die Rahmenbedingungen, um auch wirtschaftlich damit erfolgreich zu sein. Dieses Momentum für unternehmerischen Klimaschutz sollte genutzt werden. Klimaschutz muss schnell zum Geschäftsmodell werden“, so Nallinger weiter. Zusätzlich zum Druck von der Straße sende das Papier ein klares Signal und Rückenwind aus allen Teilen der Wirtschaft, damit die Bundesregierung endlich die entscheidenden Maßnahmen für wirksamen Klimaschutz ergreift.

Prof. Dr. Michael Otto, Präsident der Stiftung 2° und Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group sagt: „Die Bundesregierung muss den langen Diskussionen über den richtigen klimapolitischen Kurs nun Taten folgen lassen: ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, das den Rahmen setzt, und konkrete Maßnahmen für alle Sektoren, die ein sicheres Erreichen der Klimaschutzziele 2030 gewährleisten. Viele Unternehmen stehen bereit, Klimaschutz als Chance zu nutzen.“

Das Positionspapier der Stiftung 2° inkl. einer Liste der Unternehmen, die in der „Unternehmerinitiative Klimaschutzgesetz“ mitgearbeitet haben, finden Sie hier.

Über die Stiftung 2°

Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, GOLDBECK GmbH, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

Kontakt

Martin Kaul, Büroleiter & Senior Referent Klima- und Energiepolitik
Telefon: 030-204 537 35 / 0176-931 747 73
E-Mail: martin.kaul@2grad.org

 

Auswahl von Statements aus der „Unternehmerinitiative Klimaschutzgesetz“:

„Klimafreundliche Mobilität ist ohne einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr nicht denkbar. Er muss zentrales Element einer Klimaschutzstrategie im Verkehr sein. Wir benötigen dringend die Unterstützung der Politik beim Ausbau der dafür notwendigen Infrastrukturen und der Bereitstellung der erforderlichen Flächen. Die Stärkung von Bus und Bahn muss oberste Priorität der Verkehrspolitik sein!“

Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der Geschäftsführung, Stadtwerke München GmbH

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„Die Bundesregierung muss eine Sanierungsdynamik in Deutschlands Gebäudebestand entfachen, die das Erreichen des Klimaschutzziels 2030 für den Gebäudesektor gewährleistet. Wir als Unternehmer sehen uns in der Verantwortung, dafür ressourcenschonende, wirtschaftliche und zukunftsfähige Gebäudetechnologien anzubieten.“

Andreas Engelhardt, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter, Schüco International KG

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„Wir als energieintensives Industrieunternehmen bekennen uns zu den Klimaschutzzielen und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Um allerdings einen großflächigen Umstieg auf Erneuerbare Energien in der Industrie zu ermöglichen, müssen die schon erreichten Kostensenkungen bei den Erneuerbaren Energien bei uns als Großverbraucher ankommen. Im Rahmen ihres klimapolitischen Maßnahmenprogramms sollte die Bundesregierung industriefreundliche regulatorische Bedingungen schaffen, um Industrieunternehmen den Bezug von Strom aus Erneuerbaren Energien oder die erneuerbare Eigenversorgung wirtschaftlich zu ermöglichen. Außerdem brauchen wir bei der Erneuerbaren Energieversorgung eine jederzeitige Sicherstellung der Versorgungssicherheit.“

Kristian Evers, Gesellschafter, Papier- und Kartonfabrik Varel GmbH & Co. KG

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„Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam vorangehen, um ein Klimaschutzgesetz zu gestalten, das die Klimaziele 2030 sicher und effizient erreicht. Hierfür braucht es den Mut, ganzheitlich und weitsichtig zu denken. Wir wollen im Gebäudesektor einen Beitrag dazu leisten, dass dies gelingt.“

Jan-Hendrick Goldbeck, geschäftsführender Gesellschafter, GOLDBECK GmbH

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„Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung hat zwei Aufgaben: Es muss das Erreichen der Klimaziele für 2030 sichern und es muss sozial ausgewogen sein. Das gilt insbesondere für den Gebäudebereich, denn Wohnen muss jeder. Gleichzeitig machen Immobilien mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs in Deutschland aus. Das zeigt: Ohne den Immobiliensektor kann die Klimawende nicht gelingen. Wir setzen uns daher für eine CO2-Bepreisung ein, die klimafreundliches Verhalten belohnt und sozialverträglich ausgestaltet ist.“

Reinhard Klein, Vorsitzender des Vorstands, Bausparkasse Schwäbisch Hall

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„Die technologischen Lösungen für Klimaschutz im Gebäudesektor sind einsatzbereit. Nun müssen die Investitionen dafür mobilisiert werden. Mit einem ambitionierten und verlässlichen politischen Rahmen kann der Gebäudesektor zum klimapolitischen Zugpferd werden. Dafür stehen wir als Partner bereit.“

Christian Lewandowski, Vorstandsvorsitzender, Gegenbauer Holding SE & Co. KG

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„Klimaschutz und die deutsche Wettbewerbsfähigkeit müssen Hand in Hand gehen. Auch wenn fast alle Sektoren in Deutschland unter nie dagewesenem Kosten-, Innovations- und Wettbewerbsdruck stehen, lässt sich der Klimaschutz nicht verschieben. Durch unsere über 100-jährige Geschichte sind wir heute in der Lage, die saubersten Aluminiumprodukte der Welt herzustellen. Nun müssen wir auf unseren Fortschritten aufbauen und gemeinsam mit der Bundesregierung einen Weg finden, unsere Herausforderungen und Wettbewerbsfähigkeit mit den Zielen des Pariser Klima-Abkommens zu vereinen. Nur so können unsere Standorte und Wertschöpfungsketten auch in Zukunft als Treiber von Wohlstand und funktionierenden Sozialsystemen dienen.“

Dr. Hinrich Mählmann, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter, OTTO FUCHS KG

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„Der Einsatz von Recyclingkunststoff ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und spart bis zu 60 Prozent an Treibhausgasen im Vergleich zur Verwendung von Kunststoffen aus Rohöl ein. Die Politik kann und muss hier die Weichen stellen und mit gutem Beispiel vorangehen. Wie durch die Verpflichtung, nur noch Produkte mit einem bestimmten Rezyklatanteil zu kaufen oder durch die Einführung zusätzlicher industrieller Qualitätsstandards für mehr Verpackungsmaterialen aus Recyclingkunststoff. Das stärkt die Kreislaufwirtschaft, spart wertvolle Ressourcen und vermeidet klimaschädliche Treibhausgase.”

Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer, Alba Services Holding GmbH

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„Wir sind entschlossen, einen Pfad zur Senkung unserer Treibhausgasemissionen einzuschlagen und zu einer Stärkung der Erneuerbaren Energien beizutragen. Dafür braucht es aber international wettbewerbsfähige Energiekosten für planungssichere Investitionen in treibhausgasneutrale Prozesse. Anderenfalls verlagern sich die Produktionsstätten der europäischen Grundstoffindustrie in Regionen mit einem vielfach intensiveren CO2-Fußabdruck. Ein europäischer Industriestrompreis kann als DER Türöffner fungieren, damit die energieintensive Industrie in Europa die Verpflichtungen des Pariser Klimaschutzabkommens ambitionierter angeht. Die Bundesregierung sollte sich deshalb in ihrem klimapolitischen Maßnahmenpaket und auf europäischer Ebene für einen solchen europäischen Industriestrompreis einsetzen.”

Dr. Rudolf Staudigl, Vorsitzender des Vorstands, Wacker Chemie AG

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„Das von der Bundeskanzlerin ausgerufene Ziel der Treibhausgasneutralität in Deutschland bis 2050 halte ich für ambitioniert und richtig. Jede Branche muss ihrer Verantwortung gerecht werden. Dazu gehört auch und gerade der Wohnungssektor. Doch Klimaschutz kostet Geld. Darüber muss man offen sprechen und faire Lösungen finden. Nur eine intelligente CO2-Bepreisung belohnt umweltfreundliches Verhalten richtig. Dabei ist uns wichtig: Sie sollte aufkommensneutral und sozialverträglich ausgestaltet sein.“

Michael Zahn, Chief Executive Officer, Deutsche Wohnen SE

Unternehmen sehen große Chancen in Klimaschutzgesetz und CO2-Preis – Stiftung 2° trifft CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer

Mit Blick auf die geplanten klimapolitischen Entscheidungen der Bundesregierung trafen sich die Förderer der Stiftung 2° mit Annegret Kramp-Karrenbauer, Parteivorsitzende der CDU Deutschlands

Für investitionsrelevante Entscheidungen brauchen Unternehmen klare, langfristige und ambitionierte Rahmenbedingungen – diese Forderung erneuerten die Förderer der Stiftung 2° anlässlich eines Treffens mit Annegret Kramp-Karrenbauer am heutigen Donnerstag in Berlin.

Bei dem Gespräch ging es vor allem um die anstehenden Entscheidungen des Klimakabinetts zum Klimaschutzgesetz und einer CO2-Bepreisung. Die Unternehmen haben gegenüber der CDU deutlich gemacht, dass die Wirtschaft bereitsteht, klimapolitisch voranzugehen sowie in neue Technologien zu investieren und damit einen relevanten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Aus ihrer Sicht müsse die Politik aber zügig verlässliche Rahmenbedingungen und Anreize für klimafreundliches Wirtschaften schaffen. Auf dem Klimaschutzgesetz und einer CO2-Bepreisung liegen daher hohe Erwartungen.

„Wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, muss Klimaschutz zum Geschäftsmodell von Unternehmen werden“, sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°. Aktuell lohne sich klimafreundliches Wirtschaften noch nicht in allen Bereichen. Das Klimaschutzgesetz und eine CO2-Bepreisung müsse daher den politischen Rahmen für erfolgreichen unternehmerischen Klimaschutz setzen und Klimaschutz zum Innovationsmotor für unsere Wirtschaft machen. „Die CO2-Bepreisung sehen wir als zentrale Maßnahme im Rahmen eines Klimaschutzgesetzes. Ein CO2-Preis muss als Anreiz wirken, mit den jeweils klimafreundlichsten Produkten und Dienstleistungen erfolgreich zu sein. Damit werden wir auch international auf den grünen Wachstumsmärkten ganz vorne mit dabei sein“, so Nallinger weiter.

Auch die Vorsitzende der CDU Deutschlands, Annegret Kramp-Karrenbauer, spricht sich für eine CO2-Bepreisung und klare Rahmenbedingungen für Unternehmen aus. Dabei plädiert Kramp-Karrenbauer für eine grundlegende Umgestaltung der Steuern, Abgaben und Umlagen im Energiesektor, denn „wir haben nicht zu wenig Steuern, aber zu wenig Steuerung mit Blick auf die CO2-Reduktion. Um die Klimaschutzziele bis 2030 zu erreichen, fordern wir zudem einen nationalen Klimakonsens über Parteigrenzen und Legislaturperioden hinweg. Am Ende muss ein Konzept stehen, dass CO2-Reduktion fördert, den Unternehmen Planungssicherheit gibt und von der Breite der Bevölkerung getragen wird.“

In den Austausch flossen erste Diskussionsergebnisse aus der „Unternehmerinitiative Klimaschutzgesetz“ der Stiftung 2° ein. In dieser haben sich mit den Förderern der Stiftung und weiteren Unternehmensvertretern mehr als 40 Unternehmen zusammengetan, um Anforderungen der Wirtschaft an ein Klimaschutzgesetz und eine CO2-Bepreisung zu erarbeiten. Neben den Förderern der Stiftung 2° nehmen auch weitere an der Unternehmerinitiative beteiligte Unternehmen an dem heutigen Austausch teil.

Über die Stiftung 2°

Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, GOLDBECK GmbH, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

Kontakt

Martin Kaul, Büroleiter & Senior Referent Klima- und Energiepolitik
Telefon: 030-204 537 35 / 0176-931 747 73, E-Mail: martin.kaul@2grad.org

GOLDBECK unterstützt die Allianz für den unternehmerischen Klimaschutz der Stiftung 2°

Die GOLDBECK GmbH genießt einen guten Ruf – als Familienunternehmen mit einer engagierten Geschäftsführung, als Vorreiterin der Digitalisierung in der Baubranche und mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. So wurde Jan-Hendrik Goldbeck gemeinsam mit seinem Vater Ortwin und seinen Brüdern Jörg-Uwe und Joachim Goldbeck zu den Entrepreneuren des Jahres 2017 gewählt. Im Industrie- und Parkhausbau gilt das Unternehmen als führend.

Mit rund 6.500 Mitarbeitern an 48 Standorten in Europa und einem Jahresumsatz von über 2,7 Mrd. Euro wird ab 2019 eines der größten deutschen Bauunternehmen dem Förderkreis der Stiftung angehören. „Ich freue mich sehr, dass wir ein weiteres namhaftes Unternehmen für die Arbeit der Stiftung gewinnen konnten und damit konkret zeigen können, wie Klimaschutz im Bausektor höchst erfolgreich umgesetzt wird“, sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°.

In seiner 50-jährigen Firmengeschichte hat sich GOLDBECK vor allem auf die effiziente Systembauweise spezialisiert. Die GOLDBECK-Systeme für Logistikhallen und Büroimmobilien erhielten jüngst das Mehrfachzertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Knapp 10 Prozent aller DGNB-zertifizierten Gebäude in Deutschland sind von GOLDBECK – eine Zahl, die für sich spricht. „Um ein nachhaltiges Gebäude entstehen zu lassen, gilt es von Beginn an ganzheitlich zu denken“, erläutert Jan-Hendrik Goldbeck, Geschäftsführer der GOLDBECK GmbH. „Mit unserem Engagement in der Stiftung 2° wollen wir unsere unternehmerische Expertise in den klimapolitischen Diskurs einbringen und einen Beitrag dazu leisten, den Gebäudesektor im Klimaschutz weiter voranzubringen“, so Goldbeck weiter.

„Für die Baubranche erwarten wir ein wichtiges Jahr für den Klimaschutz, nicht zuletzt wegen der ‚Gebäude-Kommission‘, die ihre Arbeit bald aufnehmen soll. GOLDBECK verstärkt die Stimme der Bauwirtschaft innerhalb der Stiftung daher zum richtigen Zeitpunkt“, sagt Nallinger. Zu den Förderunternehmen aus der Bauwirtschaft zählen bislang Schwäbisch Hall (Baufinanzierung), Schüco (Gebäudehülle) sowie Deutsche ROCKWOOL (Dämmung).

Weitere Informationen
https://www.goldbeck.de/unternehmen/ueber-goldbeck/nachhaltigkeit/

Über die Stiftung 2°
Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, GOLDBECK GmbH, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

Pressekontakt:
Oliver Liedtke, Kommunikation & Unternehmerischer Klimaschutz
Telefon: +49 (0) 30-204 544 58
E-Mail: oliver.liedtke@2grad.org

Klimapolitischem Vertagen in 2018 muss ambitioniertes Handeln in 2019 folgen

„Klimapolitik in 2018 war geprägt von politischem Abwarten und Vertagen. Dies wird der Herausforderung des Klimawandels nicht gerecht – und die wirtschaftlichen Chancen des Klimaschutzes werden von anderen wahrgenommen. Zur Regierungsbildung haben über 50 Unternehmen mit einer Unternehmenserklärung die Parteien aufgefordert, Klimaschutz zur zentralen Aufgabe und zu einem Modernisierungsprojekt zu machen. Dies war die größte und umfassendste Unternehmenserklärung für ambitionierten Klimaschutz, die je in Deutschland veröffentlicht wurde. Die Große Koalition jedoch hat die klimapolitischen Weichenstellungen in Kommissionen ausgelagert und ist damit ihrer Verantwortung aus dem Weg gegangen. Während das Ergebnis der sog. Strukturkommission ins neue Jahr verschoben wurde, hat sich die Gebäudekommission noch nicht einmal formiert. Entschiedenes Handeln in der Klimapolitik sieht anders aus.

Das Ende des Jahres 2018 jedoch macht Mut und Zuversicht: Denn die Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz hat – allen politischen Schwierigkeiten auf der Weltbühne zum Trotz – den Geist von Paris am Leben erhalten und ein leistungsfähiges Regelbuch verabschiedet. Mit Kattowitz alleine ist das Klima aber noch nicht gerettet: Nun muss auf nationaler Ebene die Umsetzung folgen. In Deutschland heißt das: Die Kommissionen – allen voran die sog. Strukturkommission – müssen Ergebnisse vorlegen, die mit dem Klimaabkommen von Paris vereinbar sind. Aufgabe der Politik wird es sein, die klimapolitischen Fäden zusammenzuführen und mit einem Klimaschutzgesetz bis Ende 2019 eine verbindliche Grundlage für die zukünftige Klimapolitik und die effektive und sichere Erreichung der Klimaziele in Deutschland zu legen.

Der Politik muss für ihre Klimapolitik in 2019 klar sein: Ein Verfehlen der Klimaziele wie beim Klimaziel 2020 darf sich nicht wiederholen. Die Wirtschaft kann ihrer Rolle beim Erreichen der Klimaziele nur gerecht werden, wenn sie Planungs- und Investitionssicherheit hat – und nicht zuletzt Vertrauen in die Politik. Mit Ernsthaftigkeit und Verlässlichkeit bei der Klimapolitik werden Unternehmen ihr klimapolitisches Potential entfalten können und mit ihren nachhaltigen Innovationen, Produkten und Dienstleistungen zur Erreichung der Klimaziele beitragen. Nicht zuletzt leistet die Wirtschaft damit einen Beitrag zur Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland. 2018 hat die Stiftung 2° in diesem Sinne ihr Verbundprojekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“ abgeschlossen und mit über 40 Unternehmen emissionsmindernde Projekte hin zu einer treibhausgasneutralen Wirtschaft in 2050 entwickelt. 2019 wird die Stiftung diese Arbeit und weitere Projekte intensiv fortsetzen.“

Über die Stiftung 2°
Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

Pressekontakt:
Oliver Liedtke, Kommunikation & Unternehmerischer Klimaschutz
Telefon: +49 (0) 30-204 544 58
E-Mail: oliver.liedtke@2grad.org

Jahreskonferenz 2018: Neues. Handeln. 2°-Wirtschaft.

„Alle Schranken sind bloß des Übersteigens willen da“ – diesen Ausspruch des Lyrikers und Philosophen Novalis haben sich rund 40 Unternehmen zum Vorbild genommen. Im Projekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“ von der Stiftung 2° und dem WWF Deutschland haben sie sich gemeinsam – über Branchen- und Unternehmensgrenzen hinweg – auf den Weg gemacht in eine treibhausgasarme Wirtschaft. Unter dem Motto

„Neues. Handeln. 2°-Wirtschaft.“

wollen wir Ihnen bei unserer diesjährigen Jahreskonferenz unser Projekt vorstellen und mit Expertinnen und Experten, Unternehmen, Innovateuren, der Politik und Wissenschaft diskutieren: Welches Handeln ist nötig, um eine 2°-Wirtschaft zu erreichen, die eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2° möglich macht?

Dabei wollen wir unsere Erfahrung aus dem Projekt teilen, worauf es jetzt ankommt:

Zusammenarbeit – denn komplexe Probleme erfordern vielschichtige Antworten und tragfähige Partnerschaften zwischen Unternehmen – insbesondere beim Klimaschutz.

Visionen –wer Visionen hat, hat ein Ziel vor Augen, auf das er motiviert, kreativ und mit Mut hinarbeitet.

Wandel – denn Wandel und die Bereitschaft für Veränderungen ist gleichzeitig Grundbedingung und Ergebnis auf dem Weg in die treibhausgasneutrale Wirtschaft und Lebensweise, die wir 2050 erreicht haben wollen.

Tauschen Sie sich aus mit den Unternehmenslenkern der Zukunft, für die Klimaschutz nicht Last, sondern Haltung und Garant unserer Zukunftsfähigkeit ist. Nehmen Sie teil am Austausch zwischen Wirtschaft und Politik über die notwendigen Rahmenbedingungen für einen effektiven unternehmerischen Klimaschutz. Lernen Sie Menschen kennen, die konkrete, mutige Projekte umsetzen und in ihren Unternehmen vorantreiben, um die Wirtschaft 2°-gerecht zu gestalten.

Schließen Sie sich uns an auf dem Weg in die 2°-Wirtschaft.

 

Programm

(Moderation: Carel Carlowitz Mohn, Programmdirektor Clean Energy Wire und Redaktions- und Projektleiter Klimafakten.de)

13:00-13:30Akkreditierung und Begrüßungskaffee
13:30-13:40Begrüßung: Wir auf dem Weg in die 2°-Wirtschaft
Sabine Nallinger, Vorständin Stiftung 2°
13:40-14:10KEYNOTE
Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie
14:10-14:40IMPULSE

Zusammenarbeit
Birgit Klesper, Senior Vice President Group Corporate Responsibility, Deutsche Telekom AG
Es ist besser, sich zu verbünden, als allein einen Kampf zu verlieren – immer mehr Unternehmen leben diese Erkenntnis, statt sich gegenseitig als Konkurrenten oder potentielle Übernahmeopfer zu sehen. Auch beim Klimaschutz suchen sie sich Kooperationspartner, um schneller voranzukommen. Was sind Bedingungen, Hindernisse und Erfolgsfaktoren gelungener Kooperation für moderne Unternehmen? Was bedeuten Kooperationen für den unternehmerischen Klimaschutz?

Visionen
Dr. Tassilo Wanner, Vice President Public and Regulatory Affairs, Lilium GmbH
„Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen“, sagte Helmut Schmidt. In diesem Falle stimmen wir nicht zu: Denn Visionen geben dem Willen Ausdruck, unsere Welt und unser Wirtschaften zum Besseren zu verändern. Wer ein Bild von der Zukunft hat, in der er leben möchte, der findet Wege und Lösungen, um dieses Bild Realität werden zu lassen. Und genau darum geht es bei der 2°-Wirtschaft und dem Beispiel des „Flugtaxis“ des Impulsgebers. Wie setzt man eine Vision um in ein Leitbild, in konkretes Handeln? Mit welchen Widerständen müssen Visionäre rechnen und wie gehen sie damit um?

Wandel
Thomas Voigt, Direktor Wirtschaftspolitik und Kommunikation, Otto Group
Wandel ist eine Tatsache, keine Entscheidung. Wer sich dem Wandel verschließt, kann nicht gewinnen. Das gilt besonders bei großen Transformationen – und wir werden gerade Zeugen einer eben solchen. Für Unternehmen kommt es darauf an, Wandel zu gestalten, um in der digitalen, vernetzten, emissionsarmen, ressourcenschonenden 2°-Welt relevant zu bleiben. Wie sieht eine Unternehmenskultur aus, die Raum für Wandel und Veränderung gibt? Wie können Unternehmen Wandel vorantreiben, um in der Welt von Morgen noch Maßstäbe zu setzen?

14:40-15:50DIALOG
World Café mit den CEOs der Stiftung 2°-Förderer und den Impulsgebern
Für die Stiftung 2° steht 2° nicht nur für die Begrenzung der Erderwärmung, sondern für eine Haltung: Dass Unternehmen jetzt die richtigen Weichen stellen müssen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen. Gemeinsam mit den Impulsgebern stehen die CEOs der 2°-Unternehmen Ihnen zum Austausch zur Verfügung und geben Einblicke in aktuelle Projekte und Themen des unternehmerischen Klimaschutzes.
15:50-16:20PAUSE
16:20-17:20DEBATTE
Wie wird die 2°-Wirtschaft Realität?
Podiumsdiskussion

  • Dr. Matthias Miersch (MdB), stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
  • Dr. Georg Nüßlein (MdB), stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Prof. Dr. Barbara Praetorius, Professorin für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Energieökonomie an der HTW Berlin & Co-Vorsitzende der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“
  • Eberhard Brandes, Geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland
  • Andreas Engelhardt, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG

Moderation: Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°

17:20-17:50EINBLICK

Business Leadership: Addressing Environmental Impacts Through Innovation

Im Gespräch mit Lisa Jackson, Vice President of Environment, Policy and Social Initiatives, Apple
Welche Rolle spielen Unternehmen beim Erreichen des 2°-Ziels? Wie können sie diese Rolle füllen und Klimaschutz als Wirtschaftschance nutzen? Lisa Jackson, Vice President Environment, Policy and Social Initiatives und frühere Leiterin der US-Umweltschutzbehörde EPA unter Präsident Barack Obama gibt Einblicke, wie die innovativen Unternehmen des Silicon Valley die Herausforderungen des Klimaschutzes angehen.

17:50-18:00Schlussworte
Prof. Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender Otto Group und Präsidiumsvorsitzender Stiftung 2°
18:00Get Together mit Buffet

 

Teilnahme

Da unsere Plätze begrenzt sind, ist eine Teilnahme an der Konferenz nur auf Einladung und nach vorheriger Anmeldung möglich. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte jahreskonferenz@2grad.org. Vielen Dank!

Unternehmen am Scheidepunkt

Ohne Einbeziehung klima- und energiepolitischer Ziele in ihrer strategischen Ausrichtung könnten wichtige deutsche Industriesparten immens an Vermögenswerten verlieren. Stellen sie sich jedoch auf die künftigen Entwicklungen ein, ergeben sich zum Teil große Chancen. Klimaverträglichkeit wird so zu einem zentralen Erfolgskriterium. Das geht aus einer neuen Studie des WWF Deutschlands und der Stiftung 2° hervor. Dort wurde anhand der Automobilproduktion und wesentlicher Produkte der Kunststoffindustrie analysiert, wie sich ein „unter zwei Grad Klimapfad“ auf wirtschaftliche Chancen und Risiken auswirken kann.

„Wie gut eine Branche oder ein Unternehmen die eigenen Vermögenswerte und Erfolgsfähigkeit in Zukunft bewahren oder sogar stärken kann, hängt auch von der Anpassungsfähigkeit an eine klimafreundliche Entwicklung ab“, sagt Matthias Kopp, Leiter Sustainable Finance beim WWF Deutschland. Nur: „Derzeit sehen wir leider nicht, dass Unternehmen derartige Rahmenbedingungen ausreichend berücksichtigen. Dabei wäre genau diese Übersetzung etwa in Investitions- und Produktionspläne und ein entsprechendes Reporting nötig, damit sie weiterhin erfolgreich wirtschaften können, in einer Welt, die sich klimafreundlich aufstellt.“

Als Grundlage der beispielhaften Analyse diente das Klimaschutzszenario 95 des Umweltbundesamts für das Bundesumweltministerium, das eine von mehreren möglichen Entwicklungen darstellt. Würde etwa der Automobilsektor seine Strategie nicht entsprechend anpassen, hätte das negative Folgen in Volumen wie Umsatz in Deutschland, da gemäß des Szenarios 2030 schon die Hälfte der Produktion auf alternative Antriebe umgestellt sein sollte. Bei Raffinerien wären 2050 über 80 Prozent der heutigen Anlagekapazitäten bedroht. Bei Kunststoffwaren aus PE, PP und PVC dagegen könnten die Unternehmen unter dem Klimaschutzszenario mit bis zu 35 Prozent Wachstum rechnen – dafür müssten sie die Anlagekapazitäten entsprechend entwickeln.

„Die Analyse zeigt vor allem eins: wie wichtig es ist, dass sich Unternehmen und ganze Branchen schon heute an den maßgeblichen Zukunftsszenarien ausrichten. Nur so können sie ihre wirtschaftlichen Risiken abschätzen und – das ist essentiell – Chancen der klimafreundlichen Entwicklung etwa mit neuen Produkten nutzen“, sagt Susan Weide, Referentin Unternehmerischer Klimaschutz bei der Stiftung 2°. Die vorliegende Analyse kann dabei insbesondere hinsichtlich der Struktur und Nachvollziehbarkeit als Blaupause für andere Branchen und Unternehmen dienen.

Die Studie „Der Weg in die <2°-Wirtschaft: Analysewege – Einschätzungen – wirtschaftliche Implikationen am Beispiel wesentlicher Wirtschaftszweige für Deutschland: Automobilherstellung und ausgewählte Kunststoffwaren“ ist im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Verbundprojekts “Weg in die <2 Grad Wirtschaft“ vom WWF Deutschland und der Stiftung 2° entstanden. Die Studie finden Sie unter www.2gradwirtschaft.de und hier zum Download.

 

Über das Projekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“

Das Verbundprojekt Weg in die <2°-Wirtschaft zeigt: Die Dekarbonisierung ist machbar. Es wird getragen und realisiert von Unternehmen, die mit ihrem unternehmerischen Handeln die nationalen und internationalen Klimaziele unterstützen und andere einladen, sich auf diesem Weg anzuschließen. Gemeinsam erarbeiten die teilnehmenden Mitarbeiter der Unternehmen Lösungen für zentrale Fragen der Dekarbonisierung und realisieren konkrete, unternehmens- und branchenübergreifende Leuchtturmprojekte zur Emissionsminderung in der Wirtschaft. Das Projekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“ wird gemeinsam von der Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz und WWF Deutschland durchgeführt, durch die sustainable AG begleitet und wurde durch die 2°-Förderer initiiert.

Über die Stiftung 2°

Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

Pressekontakt:
Laura Törkel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0) 30-204 537 34
E-Mail: laura.toerkel@2grad.org

Projektleiterin:
Susan Weide, Referentin Unternehmerischer Klimaschutz
Telefon: +49 (0) 30 – 2045 4458
E-Mail: susan.weide@2gradwirtschaft.org

Über den WWF

Unser Ziel: Wir wollen die weltweite Zerstörung der Umwelt und Natur stoppen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben können. Mit 5 Millionen Unterstützern und Niederlassungen in über 100 Ländern ist der WWF die größte internationale Natur- und Umweltschutzorganisation. Der WWF Deutschland arbeitet in Projekten, Branchenansätzen und bilateralen Partnerschaften konstruktiv mit Unternehmen zur Lösung von Umweltproblemen zusammen. Im Bereich Klimaschutz bietet der WWF z.B. Unternehmen praktische Unterstützung beim Evaluieren und Setzen von ambitionierten Klimazielen („Science Based Targets“) und steht als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Pressekontakt:
Lea Vranicar, Pressesprecherin
Telefon: +49 (0) 30 – 311 777 467
E-Mail: lea.vranicar@wwf.de

Projektleiter:
Alexander Liedke, Manager Sustainable Business & Markets
Telefon: +49 (0)30 – 311 777 746
E-Mail: alexander.liedke@wwf.de 

 

 

Begleitet durch

 

 

Förderkennzeichen 03KE0034A
Laufzeit: Dez. 2016 – Dez. 2018
Projektträger: Jülich

Acht Projekte für die <2°-Wirtschaft

Berlin, 27.6.2018 – Nach eineinhalb Jahren branchen- und unternehmensübergreifender Zusammenarbeit im Rahmen des Verbundprojekts „Weg in die <2°-Wirtschaft“ werden an diesem Mittwoch die konkreten Ergebnisse vorgestellt. Sie reichen von Lösungen für eine treibhausgasarme Logistik bis hin zu klimafreundlichen Maßnahmen für Gebäude und Mobilität in Stadtquartieren. Anlässlich der Präsentation der Projektideen wird Bundesumweltministerin Svenja Schulze den teilnehmenden Unternehmen persönlich danken.

„Mit unserem Verbundprojekt zeigen wir: Unternehmen mögen zwar aus treibhausgasintensiven Branchen stammen – aber gemeinsam können sie Lösungen finden, die Emissionen zu senken. Auf diese Weise tragen sie dazu bei, sich selbst, ihre Branche und letztlich auch den Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfähig zu machen. Der Weg in die <2°-Wirtschaft fördert Klimaschutz und Innovation gleichermaßen“, sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°.

In dem Verbundprojekt haben Unternehmen aus den Themenclustern Verkehr, Gebäude und industrielle Produktion seit Mitte 2017 gemeinsam Lösungen für eine <2°-Wirtschaft gesucht. Acht vielversprechende Projekte sind dabei entstanden. Darunter befindet sich zum Beispiel eine nachrüstbare Systemlösung, die CO2-Emissionen in Echtzeit misst. Das macht es möglich, Produktionsschritte mit besonders hohem CO2-Ausstoß zu identifizieren und Maßnahmen zur Emissionsreduzierung abzuleiten. Ein anderes Projekt adressiert den Engpass öffentlicher Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Städten, indem es die Parkplätze etwa von Supermärkten mit der nötigen Infrastruktur ausstattet und sie außerhalb der Geschäftszeiten für die Nutzer von E-Fahrzeugen zugänglich macht.

„Um die Wirtschaft in Richtung einer <2°-Grad-Ökonomie zu lenken, sollte sich jedes Unternehmen, jede Branche und jeder Sektor an der Klimawissenschaft und dem Klimaabkommen von Paris orientieren. Nur so leistet die Wirtschaft ihren Teil zu Deutschlands Klimaschutzzielen und kann langfristig im internationalen Wettbewerb bestehen“, sagt Andrea Dreifke-Pieper, Leiterin Wirtschaft und Märkte beim WWF.

Das gemeinsame Verbundprojekt von der Stiftung 2° und dem WWF Deutschland wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Umsetzung und Begleitung des Klimaschutzplans 2050 gefördert und läuft bis November 2018. Bis dahin sollen die Projektideen weiter vorangetrieben und zur Umsetzungsreife gebracht werden. Eine vollständige Liste der teilnehmende Unternehmen sowie Beschreibungen der acht Projektideen finden Sie unter www.2gradwirtschaft.de und hier.

 

Über das Projekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“

Das Verbundprojekt Weg in die <2°-Wirtschaft zeigt: Die Dekarbonisierung ist machbar. Es wird getragen und realisiert von Unternehmen, die mit ihrem unternehmerischen Handeln die nationalen und internationalen Klimaziele unterstützen und andere einladen, sich auf diesem Weg anzuschließen. Gemeinsam erarbeiten die teilnehmenden Mitarbeiter der Unternehmen Lösungen für zentrale Fragen der Dekarbonisierung und realisieren konkrete, unternehmens- und branchenübergreifende Leuchtturmprojekte zur Emissionsminderung in der Wirtschaft. Das Projekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“ wird gemeinsam von der Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz und WWF Deutschland durchgeführt, durch die sustainable AG begleitet und wurde durch die 2°-Förderer initiiert.

Über die Stiftung 2°

Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

Pressekontakt:
Laura Törkel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0) 30-204 537 34
E-Mail: laura.toerkel@2grad.org

Projektleiterin:
Susan Weide, Referentin Unternehmerischer Klimaschutz
Telefon: +49 (0) 30 – 2045 4458
E-Mail: susan.weide@2gradwirtschaft.org

Über den WWF

Unser Ziel: Wir wollen die weltweite Zerstörung der Umwelt und Natur stoppen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben können. Mit 5 Millionen Unterstützern und Niederlassungen in über 100 Ländern ist der WWF die größte internationale Natur- und Umweltschutzorganisation. Der WWF Deutschland arbeitet in Projekten, Branchenansätzen und bilateralen Partnerschaften konstruktiv mit Unternehmen zur Lösung von Umweltproblemen zusammen. Im Bereich Klimaschutz bietet der WWF z.B. Unternehmen praktische Unterstützung beim Evaluieren und Setzen von ambitionierten Klimazielen („Science Based Targets“) und steht als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Pressekontakt:
Lea Vranicar, Pressesprecherin
Telefon: +49 (0) 30 – 311 777 467
E-Mail: lea.vranicar@wwf.de

Projektleiter:
Alexander Liedke, Manager Sustainable Business & Markets
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E-Mail: alexander.liedke@wwf.de 

 

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