Gemeinsame Pressemitteilung der Stiftungsplattform F20 vom 4. Juli 2017

Hamburg: Wenige Tage vor dem Hamburger G20-Gipfel hat heute ein Netzwerk internationaler Stiftungen an die deutsche G20-Präsidentschaft unter Kanzlerin Angela Merkel appelliert, dass ambitionierter Klimaschutz und Nachhaltige Entwicklung zur Kernaufgabe der G20 wird. Notfalls solle dies auch ohne die Zustimmung von US-Präsident Trump durchgesetzt werden.

„Das Pariser Klimaabkommen und die UN-Nachhaltigkeitsziele haben eine neue Ära der internationalen Kooperation und Verständigung eingeleitet. Die G20-Staaten müssen dem Rechnung tragen und die ambitionierte Umsetzung der UN-Vereinbarungen zu Klimaschutz und Nachhaltiger Entwicklung zum erklärten Ziel machen“, sagte Michael Dittrich, Abteilungsleiter Finanzen und Verwaltung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Namen der Stiftungsplattform F20, die mehr als 45 Stiftungen aus zwölf Ländern repräsentiert. „Die Wissenschaft hat gezeigt, dass Wohlstand innerhalb der Belastungsgrenzen der Erde möglich ist. Wichtig ist, dass wir unseren Handlungsspielraum nicht überschreiten“, so Dittrich.

Die Forderungen der Stiftungsplattform F20 stützen sich auf einen gemeinsam mit dem französischen ThinkTank IDDRI erarbeiteten Report, der die deutlich erkennbaren Fortschritte der weltweiten Energiewende skizziert. Der Bericht wurde heute bei einer Pressekonferenz in Hamburg vorgestellt. „Die globale Energiewende hat durch einen Mix aus Innovation, Klimaschutzpolitik und gesellschaftlichem Druck deutlich an Fahrt aufgenommen“, sagte Laurence Tubiana, CEO der European Climate Foundation (ECF). „Wesentliche Treiber für diese Entwicklung sind Bürgerinnen und Bürger, die saubere Luft einfordern, und Unternehmer, die neue Geschäftsfelder erschließen. Die dramatisch sinkenden Kosten für erneuerbare Energien zeigen, dass die weltweite Energiewende politisch und wirtschaftlich machbar ist“, so Tubiana.

Laut Report müsse beim Klimaschutz vor allem auf nationaler Ebene nachgelegt werden, wenn die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius bleiben solle. „Die nationalen Klimaschutzzusagen reichen bislang nicht aus, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen“, sagte Dr. Lars Grotewold, Bereichsleiter Klimawandel der Stiftung Mercator. Der G20-Gastgeber Deutschland sei besonders gefordert. „Deutschland muss ambitioniert vorangehen und mit einer erfolgreichen Energiewende demonstrieren, dass ein Klimaschutz-konformer Umbau einer erfolgreichen Volkswirtschaft zu schaffen ist.“

Dr. Michael Otto, Unternehmer, Vorsitzender der Michael-Otto-Stiftung für Umweltschutz und Initiator der 2- Grad-Stiftung von Unternehmern, betonte die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen, die mit Klimaschutz einhergehen könnten. „195 Staaten haben sich verpflichtet, bis Ende des Jahrhunderts den Ausstoß von Treibhausgasen zu stoppen. Wer die dazu notwendigen Technologien, Produkte und Dienstleitungen entwickelt, hat im globalen Wettbewerb die Nase vorne“, sagte Dr. Otto. Umgekehrt sei es ein geschäftliches Risiko, den Trend zu verpassen.

In Richtung USA sagte Dr. Otto: „Der US-Präsident Donald Trump kann sein Veto gegen den Paris-Vertrag einlegen – aber nicht gegen die realwirtschaftliche Entwicklung in Richtung Klimaschutz.“ Gemeinsam mit Vertretern von Think-Tanks, aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Gewerkschaften aus der ganzen Welt, die den G20-Prozess offiziell begleiten, hat die F20-Plattform die G20 aufgefordert, auch ohne Trump ihr Engagement für den Klimaschutz zu bekräftigen und das Pariser Abkommen zügig umzusetzen.

Die F20, ein einzigartiges Netzwerk von über 45 Stiftungen aus zwölf Ländern, hat sich anlässlich des G20- Gipfels gegründet, der am kommenden Freitag und Samstag in Hamburg stattfindet. Die F20 versteht sich als Brücke zwischen den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G20), der Privat- und Finanzwirtschaft und Zivilgesellschaft. Zusammengezählt haben die Stiftungen ein Kapital von einem zweistelligen MilliardenBetrag (US Dollar). Prominente Teilnehmer der zentralen Veranstaltung der F20 im Hamburger Rathaus am Dienstag, 4. Juli, sind unter anderem Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks, der Ökonom Prof. Dr. Lord Nicholas Stern, Manuel Pulgar-Vidal, ehem. Umweltminister von Peru und Leiter Klima und Energie beim WWF, Kurt Bock, Vorsitzender der B20-Taskforce „Energy, Climate & Resource Efficiency“ und CEO von BASF.

Weitere Informationen: www.foundations-20.org

G20 und COP23 – Stiftung 2° trifft Bundesminister Dr. Gerd Müller

Für die Dekarbonisierung der Wirtschaft brauchen Unternehmen klare, langfristige und ambitionierte Rahmenbedingungen – diese Forderung erneuern die Förderer der Stiftung 2° anlässlich eines Treffens mit Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Bei dem Gespräch geht es unter anderem um die Lage der internationalen Klimaschutzpolitik, CO2 in der Wertschöpfungskette sowie Möglichkeiten für die Unterstützung der internationalen Entwicklungspolitik der Bundesregierung durch Unternehmen.

„Die G20-Staaten sind weiter gefordert, die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und damit die Transformation der Wirtschaft aktiv voranzutreiben“, sagt Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group und Präsidiumsvorsitzender der Stiftung 2°, vor dem Treffen am Donnerstag in Berlin. „Die Unternehmen wollen und werden ihren Beitrag dazu leisten – dazu brauchen sie einen klaren und langfristig ausgestalteten politischen Rahmen. Wir unterstützen die G20 darin, klimaschädliche Subventionen abzubauen, den Mechanismus der CO2-Bepreisung auszuweiten und die Finanzmärkte in die Lage zu versetzen, für mehr Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung zu wirken“, so Dr. Otto weiter.

„Nach der Ankündigung der USA, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten, ist es umso wichtiger, dass die anderen Nationen geschlossen vorangehen. Die Förderer der Stiftung 2° sind international tätige Unternehmen, die dies auf globaler Ebene unterstützen. Sie stehen weiterhin konsequent zu den Vereinbarungen des Abkommens, nutzen dazu ihre internationalen Standorte und beziehen ihre Geschäftspartner dabei ein“, bekräftigt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°.

Am Treffen mit Bundesminister Dr. Gerd Müller nehmen seitens der Stiftung 2° teil:

  • Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender, Otto Group
  • Andreas Engelhardt, Geschäftsführender, persönlich haftender Gesellschafter, Schüco International KG
  • Bjørn Gulden, CEO PUMA SE
  • Christian Lewandowski, Vorstandsvorsitzender, Gegenbauer Holding SE & Co. KG
  • Volker Christmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche ROCKWOOL
  • Dr. Monika Griefahn, Direktorin für Umwelt und Nachhaltigkeit, AIDA Cruises
  • Sabine Nallinger, Stiftung 2°, Vorständin

 

Über die Stiftung 2°


Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

 

Pressekontakt

Laura Törkel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 030-204 537 34
E-Mail: laura.toerkel@2grad.org

“G6” ebnet den Weg für G20-Gipfel: Staats- und Regierungschefs müssen in Hamburg bei Umsetzung von Klima- und Nachhaltigkeitszielen liefern

Berlin/Hamburg: Laut der neu gegründeten weltweiten Stiftungsplattform (F20), „hat der G7-Gipfel in Italien den Weg für den G20-Gipfel in Hamburg geebnet“. „Sechs der sieben Staats- und Regierungschefs haben sich entschlossen gezeigt, dass Pariser Klimaabkommen umzusetzen – trotz der Zurückhaltung der US-Regierung. Die größten Wirtschaftsnationen stehen nun vor der Aufgabe, die UN-Nachhaltigkeitsziele und das Pariser Abkommen umzusetzen”, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die F20, eine einzigartige Allianz von über 35 Stiftungen aus neun Ländern, hat sich anlässlich des G20-Gipfels gegründet, der am 7. und 8. Juli in Hamburg stattfindet. Gemeinsam wollen sie einen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz und einer globalen Energiewende zu leisten.

„Die deutsche G20-Präsidentschaft kann in Sachen Klimawandel auf den Rückhalt von Unternehmen, Think-Tanks, Zivilgesellschaft, Vertretern aller Glaubensgemeinschaften und fortschrittlichen Ländern bauen. Sie sind es, die den weltweiten Klimaschutz vorantreiben, in nachhaltige Infrastruktur investieren und in Europa, Asien, Australien, Afrika und Amerika die Jobs der Zukunft schaffen. Die Ziele des Pariser Abkommens finden weltweit Unterstützung und verfestigen sich jeden Tag, an dem die Wende hin zu einer klimaverträglichen Weltwirtschaft Fahrt aufnimmt“, sagte Laurence Tubiana, CEO der European Climate Foundation.

Michael Northrop, Rockefeller Brothers Fund: “Der Übergang zu einer klimaverträglichen Weltwirtschaft bietet Geschäftsmöglichkeiten, Jobs und wirtschaftliche Entwicklung sowie zusätzlichen Nutzen, wie saubere Luft und eine gesündere Umwelt. Doch um dieses Potenzial zu heben, müssen die notwendigen Investitionen jetzt losgetreten werden. Immer mehr Stiftungen, Pensionsfonds, Städte und Versicherungskonzerne schreiten voran, indem sie ihr Kapital aus fossilen Anlagen abziehen und saubere Lösungen unterstützen.“

Der Rockefeller Brothers Fund hatte bereits im Jahr 2014 angekündigt, den über 800-Millionen-US-Dollar schweren Fonds zu desinvestieren, das heißt das Kapital aus klimaschädlichen Anlagen abzuziehen, und in saubere Lösungen zu investieren. Seit 2014 wurden verwaltete Vermögen in Höhe von mehr als 5 Billionen US-Dollar aus Kohle und anderen fossilen Energieträgern abgezogen.

Ramiro Fernández, Direktor Klimawandel bei der Stiftung Avina, Argentinien, unterstreicht die wichtige Rolle der Zivilgesellschaft bei der globalen Energiewende. „Die Zivilgesellschaft war und ist treibende Kraft für transformative Veränderung. Die Bedeutung ihres Engagements für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und für soziale Gerechtigkeit – sei es auf internationaler, nationaler oder lokaler Ebene – kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Stimmen zivilgesellschaftlicher Organisationen aus aller Welt müssen deshalb am G20-Prozess beteiligt werden“, sagte er.

Die Stiftung Avina ist eine lateinamerikanische Organisation, die in Argentinien Projekte zur Demokratieförderung, zu Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung durchführt.

Unter den teilnehmenden Stiftungen sind der Rockefeller Brothers Fund, der Wallace Global Fund (beide USA), Shakti Sustainable Energy Foundation, Tata Trusts (beide Indien), Avina Foundation (Lateinamerika), FARN (Argentinien), SEE Foundation, C Team (beide China), Instituto Arapyaú (Brasilien), European Climate Foundation (Niederlande), Stiftung Zukunftsfähigkeit, Stiftung Mercator, Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz, Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, WWF, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der World Future Council (alle Deutschland). Insgesamt repräsentieren diese Stiftungen ein Gesamtkapital in zweistelliger Milliardenhöhe US-Dollar.

Zum 4. Juli – drei Tage vor dem eigentlichen G20-Gipfel – lädt die Stiftungsplattform Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ins Hamburger Rathaus ein. Ziel ist, ihrer Unterstützung für die globale Klimaschutzagenda Ausdruck zu verleihen sowie darüber zu diskutieren, wie das Potenzial, das weltweiter Klimaschutz bietet, gehoben werden kann.

Es sprechen unter der britische Ökonom Sir Nicholas Stern, die Soziologin Auma Obama, der Autor und frühere Berater der US-Regierung, Amory B. Lovins, der chinesische Unternehmer Wang Shi sowie Kurt Bock, Vorsitzender der Business 20 Gruppe (B20) Energie, Klima und Ressourceneffizienz und Vorstandsvorsitzender der BASF.

 

Weitere Informationen: www.foundations-20.org

Stiftungen aus aller Welt initiieren G20-Plattform für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Osnabrück: Mehr als 30 Stiftungen aus acht Ländern haben sich zu einer einzigartigen Allianz für mehr Klimaschutz und eine globale Energiewende zusammengeschlossen. Das teilten sie heute anlässlich des Deutschen Stiftungstags in Osnabrück mit. Die so genannte Foundations-Plattform (F20) versteht sich als Brücke zwischen den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G20), der Privat- und Finanzwirtschaft und Zivilgesellschaft. Ziel der Stiftungsplattform ist, die Umsetzung der Agenda 2030, Klimaschutzprojekte und den Ausbau von Erneuerbaren Energien voranzubringen sowie die starke Rolle von zivilgesellschaftlichen Organisationen dabei zu betonen. Zusammengezählt haben die Stiftungen ein Kapital von einem zweistelligen Milliarden Betrag (US Dollar).

Zu den Unterstützern der Plattform gehören unter anderem die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Stiftung Mercator, die Michael-Otto-Stiftung, die European Climate Foundation, die Stiftung 2°, der World Wide Fund For Nature (WWF), der Rockefeller Brothers Fund (USA), die Shakti Foundation (Indien), CTeam (China) oder die Avina-Foundation aus Südamerika.

„Die globale Transformation, auf die sich Staaten weltweit im Paris-Abkommen geeinigt haben, fordert alle gesellschaftlichen Bereiche. Auch Stiftungen sind gefragt: als Geldgeber und Brücke zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft“, sagte Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zukunftsfähigkeit, und ein Sprecher der Initiative.

Prof. Dr. Werner Wahmhoff, Leiter des Arbeitskreises Umwelt beim Bundesverband Deutscher Stiftungen sowie stellvertretender Generalsekretär der DBU: „Wir haben als Stiftungen die Möglichkeit als Impulsgeber mitzuwirken und wollen durch eigenes Handeln sowie durch Themen- und Schwerpunktsetzung Vorbild für andere sein sowie Orientierung und Motivation geben. Das können wir erreichen, wenn wir im Netzwerk mitwirken und die Richtung vorgeben zu einem ambitionierteren Handeln vieler gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und letztlich politischer Akteure, wenn es zum Beispiel um Dekarbonisierung und die Umsetzung der internationalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) innerhalb planetarer Grenzen geht.“

Dr. Lars Grotewold, Leiter des Bereichs Klimawandel bei der Stiftung Mercator: „Es geht nicht mehr darum „Ob“, sondern „Wie“ die globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 auf Grundlage des Pariser Klimaabkommens und der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen erreicht werden können. Dazu brauchen die Staaten ambitionierte Dekarbonisierungsstrategien mit klaren Zielen und Umsetzungsplänen. Die G20-Staaten als Verursacher von drei Vierteln der globalen Treibhausgasemissionen müssen in enger Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft voranschreiten.“

Stefan Schurig, Vorstandsmitglied der Stiftung World Future Council: „Nur wenn die Regierungen und die Zivilbevölkerung an einem Strang ziehen, können wir in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Soziales nachhaltig etwas verändern – und so dem Ziel einer globalen Energiewende ein Stück näher kommen.“

Am 4. Juli 2017 – drei Tage vor dem eigentlichen G20-Gipfel – wird im Hamburger Rathaus die zentrale Veranstaltung der Stiftungsplattform stattfinden. Geladen sind rund 600 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und Politik. Die Bundeskanzlerin ist zu der Veranstaltung eingeladen. Es sprechen darüber hinaus der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz, der britische Ökonom Sir Nicholas Stern, die Soziologin Auma Obama, der Autor und frühere Berater der US-Regierung, Amory B. Lovins sowie der chinesische Unternehmer Wang Shi.

Die F20-Konferenz in Hamburg ist der Startschuss für eine langfristige Kooperation. Den Stiftungen geht es darum, den G20-Prozess über Hamburg hinaus kontinuierlich zu begleiten, weitere Stiftungen können sich jederzeit anschließen. Die Namensgebung (F20) ist angelehnt an die offiziellen G20-Dialogprozesse.

 

Weitere Informationen: www.foundations-20.org

Eine 2°-Wirtschaft ist machbar – Stiftung 2° und WWF starten Verbundprojekt

Die Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz und der WWF (World Wide Fund For Nature) starten das gemeinsame Verbundprojekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“. Das Projekt wird realisiert von Unternehmen, die mit ihrem unternehmerischen Handeln die nationalen und internationalen Klimaziele unterstützen. Es wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

Ziel ist, die Machbarkeit einer <2°-Wirtschaft zu demonstrieren.

Das Projekt bringt Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette der Sektoren Gebäude, Verkehr und industrielle Produktion zusammen, um treibhausgasmindernde Maßnahmen und Aktivitäten zu identifizieren und umzusetzen. In einer Reihe von Workshops erarbeiten die Teilnehmer Lösungen für zentrale Fragen der Dekarbonisierung. Das Ziel ist, konkrete und unternehmensübergreifende Projekte zur Emissionsminderung zu entwickeln.

„Gesellschaft, Wirtschaft und Unternehmen stehen vor der historischen Herausforderung, ihr unternehmerisches Handeln an dem in Paris vereinbarten Limit auszurichten. Die Transformation muss sofort beginnen und ambitioniert und zielgerichtet umgesetzt werden“, sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°. „Sie kann nur gelingen, wenn alle Unternehmen, Branchen und Sektoren ihren Beitrag leisten. Diejenigen, die diesen Wandel jetzt als Vorreiter gestalten, können von den Chancen des Klimaschutzes profitieren. Wir schaffen für Unternehmen als zentrale Akteure des Klimaschutzes einen Wirkungsraum, um bestehende Strukturen und Prozesse in Frage zu stellen und neuartige und transformative Projekte anzustoßen“, so Nallinger weiter.

„Bislang stellten Unternehmen in ihrer Klimastrategie und ihren Klimazielen selten einen Bezug zum 2°-Limit her. Das ändert sich gerade, insbesondere durch den Ansatz der Science-Based-Targets, also einer Zielsetzung in Einklang mit der Klimawissenschaft“, erläutert Andrea Dreifke-Pieper, Leiterin Strategische Unternehmenskooperationen beim WWF. „Um das langfristige Ziel einer nahezu emissionsfreien Wirtschaft zu erreichen, wird es aber nicht genügen, nur innerhalb eines Unternehmens die nötigen Schritte zu gehen. Wir müssen den Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette richten. Genau hier setzt unser Projekt an: Es geht darum, gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten und umzusetzen.“

Das Verbundprojekt ist mit einer Laufzeit von zwei Jahren gestartet. Nach erfolgreichem Projektabschluss steht die Möglichkeit offen, das Projekt fortzuführen.

 

 

Über die Stiftung 2°

Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

Pressekontakt:
Laura Törkel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0) 30-204 537 34
E-Mail: laura.toerkel@2grad.org

Projektleiterin:
Susan Weide, Referentin Unternehmerischer Klimaschutz
Telefon: +49 (0) 30 – 2045 4458
E-Mail: susan.weide@2grad.org

Über den WWF

Unser Ziel: Wir wollen die weltweite Zerstörung der Umwelt und Natur stoppen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben können. Mit 5 Millionen Unterstützern und Niederlassungen in über 100 Ländern ist der WWF die größte internationale Natur- und Umweltschutzorganisation. Der WWF Deutschland arbeitet in Projekten, Branchenansätzen und bilateralen Partnerschaften konstruktiv mit Unternehmen zur Lösung von Umweltproblemen zusammen. Im Bereich Klimaschutz bietet der WWF z.B. Unternehmen praktische Unterstützung beim Evaluieren und Setzen von ambitionierten Klimazielen („Science Based Targets“) und steht als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Pressekontakt:
Lea Sibbel, Pressesprecherin
Telefon: +49 (0) 30 – 311 777 467
E-Mail: lea.sibbel@wwf.de

Projektleiter:
Alexander Liedke, Manager Sustainable Business & Markets
Telefon: +49 (0)30 – 311 777 746
E-Mail: alexander.liedke@wwf.de

 

 

Unterstützt durch:

 

 

 

 

Stiftung 2° vergrößert mit ALDI SÜD die Allianz für unternehmerischen Klimaschutz

Die Stiftung 2° hat den Lebensmitteleinzelhändler ALDI SÜD für den Kreis der Förderer der Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz gewonnen.

Damit vergrößert die Stiftung 2° die unternehmerische Allianz für einen ökonomisch und ökologisch sinnvollen und wirksamen Klimaschutz. Die in der Stiftung 2° zusammengeschlossenen Unternehmen unterstützen das Erreichen des oberen Zielkorridors der deutschen Klimapolitik, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken und Deutschlands Wirtschaft bis 2050 nahezu frei von Treibhausgas-Emissionen zu machen.

„Wir freuen uns über das Engagement von ALDI SÜD in der Stiftung 2°. Unser Ziel ist, branchen- und sektorenübergreifende Lösungen zu entwickeln und zu zeigen, dass eine 2°-Wirtschaft möglich ist. Daher ist es gut, dass jetzt einer der großen Lebensmitteleinzelhändler mit an unserem Tisch sitzt“, sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°. Die Ernährung verursache im Rahmen des privaten Konsums in Deutschland jährlich rund 2,1 Tonnen Treibhausgasemissionen pro Kopf – ungefähr dieselbe Größenordnung wie bei der Mobilität. Der Handel habe mit seinen Filialen und Logistikzentren darüber hinaus große Einsparpotentiale bei Energie und CO2-Emissionen.

„Die unternehmerische Allianz für den unternehmerischen Klimaschutz, die ihre Verantwortung für die Erreichung der internationalen Klimaziele wahrnimmt, wächst kontinuierlich. Die Unternehmen wollen den Modernisierungsprozess der Dekarbonisierung der Wirtschaft als Akteure aktiv mitgestalten“, so Nallinger weiter.

„Wir sind der Überzeugung, dass wir dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg nur dann erzielen, wenn wir uns globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel stellen. Daher arbeiten wir klimaneutral und sind damit der erste große Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland“, erläutert Roman Heini, Sprecher des Verwaltungsrats von ALDI SÜD. „Wir unterstützen die Ziele der Stiftung 2° und möchten mit unserem Engagement dazu beitragen, unternehmerische Lösungen für den Klimaschutz zu finden“, so Heini weiter.

 

Weitere Informationen

https://unternehmen.aldi-sued.de/de/verantwortung/umwelt/klimaschutz/
https://unternehmen.aldi-sued.de/de/presse/pressemitteilungen/verantwortung/2017/pressemitteilung-aldi-sued-tritt-stiftung-2-grad-bei/

 

Über die Stiftung 2°


Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

 

Pressekontakt

Laura Törkel
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030-2045 3734
E-Mail: laura.toerkel@2grad.org

 

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