Allianz aus 54 global agierenden Unternehmen fordert ambitionierten Klimaschutz

Zum zweiten Jahrestag der Verabschiedung des Weltklimaabkommens und anlässlich des „One Planet Summit“ von Staats- und Regierungschefs in Paris auf Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron fordert eine breite Allianz aus 54 global agierenden Unternehmen aus allen Kontinenten und einer großen Bandbreite von Branchen einen ambitionierteren und beschleunigten Klimaschutz als Basis für zukünftigen ökonomischen Erfolg.

(11.12.2017)

BERLIN/PARIS – Zum zweiten Jahrestag der Verabschiedung des Weltklimaabkommens und anlässlich des „One Planet Summit“ von Staats- und Regierungschefs in Paris auf Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron fordert eine breite Allianz aus 54 global agierenden Unternehmen aus allen Kontinenten und einer großen Bandbreite von Branchen einen ambitionierteren und beschleunigten Klimaschutz als Basis für zukünftigen ökonomischen Erfolg.

In ihrer gemeinsamen Erklärung beziehen sich die Unternehmen insbesondere auf die Industrienationen der G20, die für rund 74 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich sind. Ihnen komme die besondere Verantwortung zu, die Transformation zu einer CO2-armen Wirtschaft anzuführen und andere Länder bei einer globalen Energiewende wirkungsvoll zu unterstützen. Dazu gehöre der Abbau von Subventionen für fossile Brennstoffe bis 2025, ein klares und investitionsrelevantes CO2-Preissignal sowie Klarheit über finanzielle Risiken aufgrund des Klimawandels. Eine emissionsarme Wirtschaft sichere nicht nur Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Arbeitsplätze, sondern stärke auch entscheidend die Innovationskraft der Unternehmen und Volkswirtschaften.

Die Unternehmen sprechen sich für verlässliche und klare politische Rahmenbedingungen als Grundlage für eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf deutlich unter 2° Celsius und die Transformation hin zu einer CO2-armen Wirtschaft aus. Gleichzeitig bekräftigen sie, einen ambitionierten unternehmerischen Klimaschutz als Vorreiter auf nationaler und internationaler Ebene und im Sinne der Ziele des Weltklimaabkommens weiter und mit Nachdruck voranzutreiben – sowohl durch ihr unternehmerisches Handeln, als auch durch die Berücksichtigung zusätzlicher Instrumente wie zum Beispiel unternehmensinterne Regelungen zur CO2-Bepreisung, TCFD-Empfehlungen (Task Force on Climate-related Financial Disclosures) für die Klimaberichterstattung oder science-based targets.

Gezeichnet wurde die Erklärung unter anderem von Allianz, Michelin, UC Rusal und Unilever; zusammen repräsentieren die zeichnenden Unternehmen mehr als 1,9 Millionen Arbeitnehmer weltweit und einen globalen Umsatz von mehr als 676 Milliarden Euro. Das entspricht einem Viertel des Bruttoinlandsprodukts von Frankreich und beträgt mehr als das Doppelte des Bruttoinlandsprodukts von Dänemark.

„Die Erklärung der Unternehmen ist ein starkes Signal an die Staats- und Regierungschefs insbesondere der G20, die Dynamik des Paris-Abkommens aufrechtzuerhalten“, sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°, die das Papier initiiert hat. „International führende Unternehmen meinen es mit ihrem Commitment ernst und wollen dazu beitragen, dass die Paris-Ziele erreicht werden. Sie unterstützen Rahmensetzungen, die klimaschädliche Subventionen abbauen, den Mechanismus der CO2-Bepreisung ausweiten und die Finanzmärkte in die Lage versetzen, für mehr Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung zu wirken. Sie wissen: Diejenigen, die jetzt die richtigen Weichen stellen und den gerade stattfindenden Modernisierungsprozess aktiv vorantreiben, werden auch davon profitieren“, so Nallinger weiter.

„Den G20-Staaten kommt beim Schutz des Klimas und der Dekarbonisierung eine besondere Verantwortung zu, geschlossen voranzuschreiten“ mahnt Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group und Präsidiumsvorsitzender der Stiftung 2°. „Die globale Dekarbonisierung findet bereits statt und muss jetzt an Fahrt aufnehmen, wenn wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2° Celsius begrenzen wollen. Die Unternehmen tragen ihren Teil dazu bei und brauchen dafür klare, langfristige und möglichst über Ländergrenzen hinweg wirksame Rahmenbedingungen“, so Dr. Otto weiter.

„Als einer der größten weltweiten Investoren in Erneuerbare Energien treiben wir den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft mit voran. Dafür benötigen wir stabile Rahmenbedingungen und einen angemessenen Kohlenstoff-Preis. Zudem integrieren wir Umwelt-und soziale Aspekte in unserer Kapitalanlage. Wir begrüßen mehr Transparenz zu klimabezogenen Daten, da so verlässlichere Informationen für langfristige Investitionsentscheidungen zur Verfügung stehen“, so Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE.

 

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Update (14.03.2018): Die Unternehmererklärung war nach Veröffentlichung am 11.12.2017 bis Ende Januar 2018 zur Zeichnung offen. Die Anzahl der Zeichner erhöhte sich auf insgesamt 57.

57 zeichnende Unternehmen:
Acciona | adidas | AIDA Cruises | Akzo Nobel | Allianz | Arcadis | Avant Garde Innovations | Bausparkasse Schwäbisch Hall | Capricorn Investment Group | DAIKIN Airconditioning Germany | Diageo | DSM | Econet Group | Energetics | EPSON Europe | Forbo Flooring| Formula E | Gegenbauer Holding | Groupe ADP | H&M | Hangzhou Minsheng Pharm | IBA Group | IBERDROLA | ING Group |Interface | Jiahe Agricultural Stockbreeding | Kering | LafargeHolcim | LeasePlan | Marks & Spencer | MICHELIN | Natura Cosméticos | OTTO FUCHS | Otto Group | Outokumpu | Philips | Philip Morris International | PUMA | Qingdao Double Whale Pharmaceutical | RTE | Saint-Gobain | Salesforce | Schneider Electric | Schüco International | Shandong Zhongcheng Feed Technology | Shenzhen Ausa Pharmed | Simble Solutions Ltd | Solvay | South Pole Group | Sun Daily Farm | UC Rusal | Unilever | Venture Garden Group | Virgin Group | Woolworths | Wuhan Dangdai Science & Technology Industries | Yukou Poultry

 

Initiiert und organisiert von der Stiftung 2°.

Koordiniert von: Carbon Disclosure Project (CDP) | The Prince of Wales’s Corporate Leaders Group (CLG) | Corporate Leaders Network for Climate Action (CLN) | Entreprises pour l‘Environnement (EpE) | Foundations Platform F20 | Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) | Japan Climate Leaders Partnership (Japan CLP) | We Mean Business (WMB)

 

Über die Stiftung 2°
Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

Pressekontakt:
Laura Törkel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 030-204 537 34
E-Mail: laura.toerkel@2grad.org