Aufgabe der 2020-Klimaziele ist ein fatales Signal

Sabine Nallinger, Vorständin Stiftung 2°, zur Ankündigung der Verhandler von Union und SPD für eine neue Große Koalition, dass 2020-Klimaziel aufzugeben

(09.01.2018)

Zur Ankündigung der Verhandler von Union und SPD für eine neue Große Koalition, dass 2020-Klimaziel aufzugeben, sagt Sabine Nallinger, Vorständin Stiftung 2°:

„Das Klimaschutzziel 2020 aufzugeben ist ein fatales Signal. Die Politik verlässt mit dieser Ankündigung den bislang vorgesehenen Zielkorridor und stellt damit nicht nur ihre Ernsthaftigkeit für einen wirksamen und ambitionierten Klimaschutz in Frage, sondern auch ihre Glaubwürdigkeit, was die Klimaziele für 2030 und 2050 angeht.

Es ist Aufgabe der Verhandler nach Wegen zu suchen, wie das Klimaziel 2020 eingehalten werden kann. Wir verstehen die Ankündigung als Zwischenstand in den Verhandlungen und wir gehen davon aus, dass hier nachgearbeitet wird.

Die Wirtschaft ist bereit, ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen und es ist unverzichtbar, dass die neue Bundesregierung dafür die richtigen Weichen stellt und einen wirksamen Rahmen schafft. Die Unternehmen wollen den Klimaschutz als das nutzen, was er ist: Ein Modernisierungsprojekt für unsere Wirtschaft, dessen Umsetzung letztendlich auch über die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland entscheidet.“