Circular Economy in Familienunternehmen

Herausforderungen, Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen

Rund 50 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen gehen auf die Rohstoffförderung und -verarbeitung zurück. Dem effizienten Einsatz von Ressourcen im Rahmen einer Circular Economy kommt damit beim Klimaschutz hohe Bedeutung zu. Da Familienunternehmen für die deutsche Wirtschaft und somit auch für die Realisierung der Circular Economy essenziell sind, hat die Stiftung 2° gemeinsam mit drei Fraunhofer-Instituten und im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen erstmals Anwendungen zirkulärer Produkte und Geschäftsmodelle in Familienunternehmen und deren Herausforderungen analysiert.

In der nun veröffentlichten Studie werden der Stand der Forschung zum Thema zusammengetragen, Erfahrungen aus der unternehmerischen Praxis ausgewertet und Good Practice-Beispiele vorgestellt. Hierfür wurden Interviews mit knapp zwei Dutzend Unternehmen aus der Automobil- und Baubranche geführt, die zusammen für 80 Milliarden Euro Jahresumsatz stehen und über 372.000 Mitarbeiter beschäftigen. Ergänzt wurde dies durch Fachgespräche mit Familienunternehmer:innen sowie Vertreter:innen aus der Politik. Damit beleuchtet die Studie auch konkrete unternehmerische Beiträge zur Circular Economy.

Die Studie zeigt, dass es in vielen Bereichen noch an politischen Rahmenbedingungen fehlt, um die Potenziale einer Circular Economy voll auszuschöpfen. Daher wurden konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik entwickelt, die nun ebenfalls veröffentlicht wurden.

Wichtig sind ein konsistenter Rahmen, der Unternehmen gleichermaßen Orientierung und weitgehende Freiheiten bietet, verlässliche Standards und Planungssicherheit für Unternehmen. Auch handhabbare Mindeststandards für Produktgruppen auf EU-Ebene sind notwendig. Zudem sollte die Politik die Nutzung von Rezyklaten mit finanziellen Anreizen incentivieren, da diese in der Praxis häufig teurer sind als Primärrohstoffe. Bei der öffentlichen Beschaffung könnten Produkte bevorzugt werden, die ressourcenschonend hergestellt sind. Darüber hinaus wäre eine stärkere Ausrichtung der Innovationsförderung auf zirkuläre Produkte und Geschäftsmodelle wünschenswert.

Weitere Informationen:

Hier können Sie die Pressemitteilung der Stiftung Familienunternehmen abrufen und die Studie, sowie das Policy Paper herunterladen.


Ansprechpartnerin:

Levke Albertsen, Junior Referentin
Telefon: +49 (0) 159 064 395 92
E-Mail: levke.albertsen@2grad.org