Eine 2°-Wirtschaft ist machbar – Stiftung 2° und WWF starten Verbundprojekt

Die Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz und der WWF (World Wide Fund For Nature) starten Verbundprojekt zur Dekarbonisierung der deutschen Wirtschaft

(10.04.2017)

Die Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz und der WWF (World Wide Fund For Nature) starten das gemeinsame Verbundprojekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“. Das Projekt wird realisiert von Unternehmen, die mit ihrem unternehmerischen Handeln die nationalen und internationalen Klimaziele unterstützen. Es wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

Ziel ist, die Machbarkeit einer <2°-Wirtschaft zu demonstrieren.

Das Projekt bringt Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette der Sektoren Gebäude, Verkehr und industrielle Produktion zusammen, um treibhausgasmindernde Maßnahmen und Aktivitäten zu identifizieren und umzusetzen. In einer Reihe von Workshops erarbeiten die Teilnehmer Lösungen für zentrale Fragen der Dekarbonisierung. Das Ziel ist, konkrete und unternehmensübergreifende Projekte zur Emissionsminderung zu entwickeln.

„Gesellschaft, Wirtschaft und Unternehmen stehen vor der historischen Herausforderung, ihr unternehmerisches Handeln an dem in Paris vereinbarten Limit auszurichten. Die Transformation muss sofort beginnen und ambitioniert und zielgerichtet umgesetzt werden“, sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°. „Sie kann nur gelingen, wenn alle Unternehmen, Branchen und Sektoren ihren Beitrag leisten. Diejenigen, die diesen Wandel jetzt als Vorreiter gestalten, können von den Chancen des Klimaschutzes profitieren. Wir schaffen für Unternehmen als zentrale Akteure des Klimaschutzes einen Wirkungsraum, um bestehende Strukturen und Prozesse in Frage zu stellen und neuartige und transformative Projekte anzustoßen“, so Nallinger weiter.

„Bislang stellten Unternehmen in ihrer Klimastrategie und ihren Klimazielen selten einen Bezug zum 2°-Limit her. Das ändert sich gerade, insbesondere durch den Ansatz der Science-Based-Targets, also einer Zielsetzung in Einklang mit der Klimawissenschaft“, erläutert Andrea Dreifke-Pieper, Leiterin Strategische Unternehmenskooperationen beim WWF. „Um das langfristige Ziel einer nahezu emissionsfreien Wirtschaft zu erreichen, wird es aber nicht genügen, nur innerhalb eines Unternehmens die nötigen Schritte zu gehen. Wir müssen den Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette richten. Genau hier setzt unser Projekt an: Es geht darum, gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten und umzusetzen.“

Das Verbundprojekt ist mit einer Laufzeit von zwei Jahren gestartet. Nach erfolgreichem Projektabschluss steht die Möglichkeit offen, das Projekt fortzuführen.

Hier geht es zur Projektwebsite www.2gradwirtschaft.de

 

 

Über die Stiftung 2°

Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

Pressekontakt:
Laura Törkel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0) 30-204 537 34
E-Mail: laura.toerkel@2grad.org

Projektleiterin:
Susan Weide, Referentin Unternehmerischer Klimaschutz
Telefon: +49 (0) 30 – 2045 4458
E-Mail: susan.weide@2grad.org

Über den WWF

Unser Ziel: Wir wollen die weltweite Zerstörung der Umwelt und Natur stoppen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben können. Mit 5 Millionen Unterstützern und Niederlassungen in über 100 Ländern ist der WWF die größte internationale Natur- und Umweltschutzorganisation. Der WWF Deutschland arbeitet in Projekten, Branchenansätzen und bilateralen Partnerschaften konstruktiv mit Unternehmen zur Lösung von Umweltproblemen zusammen. Im Bereich Klimaschutz bietet der WWF z.B. Unternehmen praktische Unterstützung beim Evaluieren und Setzen von ambitionierten Klimazielen („Science Based Targets“) und steht als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Pressekontakt:
Lea Sibbel, Pressesprecherin
Telefon: +49 (0) 30 – 311 777 467
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Projektleiter:
Alexander Liedke, Manager Sustainable Business & Markets
Telefon: +49 (0)30 – 311 777 746
E-Mail: alexander.liedke@wwf.de

 

 

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