Eine Verkehrswende für den Weg in die <2°-Wirtschaft

Am 07.03.2017 trafen Vertreter der Förderunternehmen der Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz den Staatssekretär Norbert Barthle zu einem Austausch zu Themen des unternehmerischen Klimaschutzes

Bei dem Termin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur diskutierten die Unternehmensvertreter über zentrale unternehmerische Fragen des Klimaschutzes im Bereich der Mobilität. Hierbei ging es u.a. um die Elektrifizierung des Straßenverkehrs mit Blick auf die Umstellung von Fuhrparks und Logistik, die Rolle der Schiene für den unternehmerischen Klimaschutz und alternative Treibstoffe insbesondere in der Schifffahrt. Weitere Themen waren die Weiterleitung Erneuerbarer Energie an Dritte zum Beispiel über die Abgabe von Strom an Kunden über Elektroladesäulen sowie digitale Lösungsmöglichkeiten des unternehmerischen Klimaschutzes am Beispiel Smart Parking.

Unterstützungssignal für mehr ambitionierten Klimaschutz

Die Unternehmen gaben damit gegenüber dem Bundesverkehrsministerium ein klares Unterstützungssignal für mehr ambitionierten Klimaschutz. Gleichzeitig machten sie anhand konkreter unternehmerischer Beispiele aber auch deutlich, dass die Wirtschaft mit Blick auf Rechtsrahmen und Normen Planungs- und Investitionssicherheit brauche, um klimapolitisch vorangehen und ihren Beitrag zu einer ambitionierten Klimapolitik leisten zu können.

Ebenso wichtig sei eine entsprechend ausgestaltete klimafreundliche Verkehrsinfrastruktur, für die die Teilnehmenden seitens der Stiftung 2° ausdrücklich warben. „Der Verkehrssektor verursacht pro Jahr rund 162 Millionen Tonnen CO2 und hat seine Emissionen seit 1990 kaum gemindert. Der Bundesverkehrswegeplan als wichtigstes Instrument der Verkehrsinfrastrukturplanung der Bundesregierung muss hier deutlicher steuern und sich an den Klimazielen des internationalen Pariser Abkommens messen lassen“, bekräftigt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°, dieses Anliegen. Die Teilnehmenden regten an, den Bundesverkehrswegeplan zu einer integrierten, übergreifenden Mobilitätsstrategie mit anspruchsvollen Klimazielen weiterzuentwickeln.

Vertreterinnen und Vertreter der Förderunternehmen der Stiftung 2° im Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Norbert Barthle
Die Dekarbonisierung der Wirtschaft ist machbar

Einen unternehmerischen Beitrag zu ambitioniertem Klimaschutz wollen die Förderunternehmen mit dem von ihnen initiierten Projekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“ leisten, das im Rahmen des Treffens im Ministerium vorgestellt wurde. Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderte Verbundprojekt setzt sich als Ziel aufzuzeigen: Die Dekarbonisierung der Wirtschaft ist machbar. Es wird getragen und realisiert von Unternehmen, die mit ihrem unternehmerischen Handeln die nationalen und internationalen Klimaziele unterstützen und andere einladen, sich auf diesem Weg anzuschließen.

Gemeinsam erarbeiten die teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen Lösungen in einem aktiven, vertrauensvollen Netzwerk in einer Reihe von Workshops Lösungen für zentrale Fragen der Dekarbonisierung und realisieren konkrete, unternehmens- und branchenübergreifende Leuchtturmprojekte zur Emissionsminderung. Fokus liegt dabei unter anderem auf der Betrachtung von Wertschöpfungsketten im Themencluster Verkehr. „Mit unserem Projekt zielen wir insbesondere auf Unternehmen aus den Geschäftsfeldern Personen- und Güterverkehr, Touristik, Fahrzeugbau und Fertigung für die Luft- und Kraftfahrzeugindustrie“, erläutert Sabine Nallinger. „Wir wollen dazu anregen, auch hier kreative Lösungen für den notwendigen Wandel im Verkehrssektor zu entwickeln.“

Die Teilnehmenden des Gesprächs brachten zum Ausdruck, dass sie den Austausch mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gerne intensivieren möchten, um Themen des unternehmerischen Klimaschutzes im Bereich der Mobilität gemeinsam weiter voranzutreiben.

An dem Gespräch nahmen seitens der Stiftung 2° Teil:
  • Hermes Group
  • Otto Group
  • Gegenbauer Holding SE & Co.KG
  • Deutsche Bahn AG
  • Deutsche Telekom AG
  • AIDA Cruises
  • ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG