CEO-Dialoge

World Cafés mit den CEOs der Stiftung 2°-Förderer und den Impulsgebern: Für die Stiftung 2° steht 2° nicht nur für die Begrenzung der Erderwärmung, sondern für eine Haltung: Dass Unternehmen jetzt die richtigen Weichen stellen müssen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen. Gemeinsam mit den Impulsgebern stehen die CEOs der 2°-Unternehmen Ihnen zum Austausch zur Verfügung und geben Einblicke in aktuelle Projekte und Themen des unternehmerischen Klimaschutzes.

1. Wandel


In seinem Impulsvortrag betonte Prof. Dr. Michael Otto, dass der Wandel in traditionellen Unternehmen aufwändiger sei, die digitale Transformation längere Zeit zur Umsetzung benötige und dass die mittlere Führungsebene besonders herausgefordert werde. Sein Fazit: Eine gute Balance zwischen Tradition und Moderne sei herzustellen. Munter diskutiert wurde über die Stellschrauben des Wandels in Unternehmen: Incentivierung der Vorstände (auf Nachhaltigkeitsziele wie bei der Otto Group), Ziele setzen, Freiräume geben, Fehlertoleranz erhöhen, Arbeitszeitmodelle flexibilisieren und Mitarbeiter schulen. Prof. Dr. Otto machte bei alledem sehr deutlich, dass Werte auch in einer digitalen Welt wichtig bleiben, ökonomische Ziele mit dem Schutz der Natur und sozialer Verantwortung in Einklang gebracht werden müssten.

2. Park2Charge

Insgesamt gab es recht positives Feedback. Zum Teil kamen aber auch kritische Hinweise, wie z.B. die Ansicht, dass die Umstellung auf Elektromobilität insgesamt der falsche Weg sei, da Verbrenner nur durch Elektrofahrzeuge ersetzt würden. Dies trage nicht zur Entlastung des Verkehrs der Innenstädte bei. Besser sei Mobilität insgesamt neu zu definieren. Ebenfalls kam der Hinweis, dass ein paar Ladesäulen an wenigen Standorten keine Mobilitätswende bringen. Hierzu wurde von Seiten der Projektgruppe angemerkt, dass park²charge selbstverständlich nicht alleine die Mobilitätswende vollziehen kann. Aber es ist ein Beitrag, der bei Vervielfältigung und Nachahmung durchaus einen Teil zum Umstieg auf Elektromobilität beitragen kann. Auch wurde angemerkt, dass die Ladesäulen nur mit Grünstrom betrieben werden sollten. Dies findet aber selbstverständlich statt.

3. #Tag2Tax

4. Die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft am Beispiel Aluminium

5. Fashion Industry Charter on Climate Action


Wenn man Scope 3 Emissionen in der Lieferkette wirkungsvoll reduzieren möchte, braucht es branchenweite Initiativen. Eine solche Initiative ist das unter dem Dach von UNFCCC entwickelte Fashion Industry Charter for Climate Action. Ziel der Charter ist es, die Treibhausgasemissionen in der Fashion Industry um 30% bis 2030 zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, soll unter anderem ein Sectoral-Decabonisation Approach (SBTi) für die Fashion Industry entwickelt und konkrete, skalierbare Maßnahmen erarbeitet werden.

Relevante Akteure sind dazu eingeladen Teil der Charter zu werden. Nähere Informationen unter: ClimateDialogues@unfccc.int

6. Working2Climate – Klimaschutz, Energieeffizienz und Future Work

Büroräume für neue Arbeitsformen fitzumachen ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Flexibilität und Qualität der Arbeitsplätze und der Arbeitsräume werden Grundvoraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit – sowohl für Unternehmensleistungen als für die Attraktivität bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu gehört natürlich auch der Einsatz der richtigen Bau-Produkte, die mit Raumqualitäten wie Tageslicht, Innenluft und Temperatur die Arbeitsbedingungen komfortabel, gesundheitsfördernd und produktiv gestalten. Im Bürobestand liegt dazu ein großes Modernisierungspotential. Bei Sanierungsmaßnahmen kann die Energieeffizienz deutlich verbessert werden und bildet mit der Steigerung der Flächeneffizienz eine unschlagbare Kombination. Richtige Modernisierung rechnet sich, für den Investor, den Nutzer und für den Klimaschutz.“

Andreas Engelhardt, geschäftsführender, persönl. haftender Gesellschafter der Schüco International KG

Durch neue Arbeitsmodelle können Emissionen eingespart werden, z.B. durch Reduktion von Reisetätigkeit und Pendeln. Dazu sind bestimmte Voraussetzungen notwendig wie die Überzeugung der Leitungsebene, ein gutes Vertrauensverhältnis mit den Angestellten und Fortbildungen.

7. Zusammenarbeit


Gemeinsam diskutierten Hr. Peters von der Telekom und Hr. Krebs von sustainable mit Teilnehmern die Relevanz von unternehmerischer Zusammenarbeit für erfolgreichen Klimaschutz. Alle Teilnehmer waren davon überzeugt, dass in unternehmensübergreifenden Kooperationen der Schlüssel für erfolgreichen Klimaschutz liegt. Folgende Erfolgsfaktoren wurden unter anderem dafür genannt: Transparenz, gemeinsame Ziele, Vertrauen, gemeinsames Tempo und idealerweise ein verbindender Business Case.

8. Vision

Von zentraler Bedeutung für den größtmöglichen Unterschied für eine nachhaltige Mobilität ist die Maßnahme…

  • Verankerung neuer Mobilitätselemente in holistischen Smart-City-Konzepten, die eine dezentrale Konnektivität ermöglichen, und als Teil eines intermodularen Gesamtsystems.
  • Etablierung neuer Mobilitätselemente in der bestehenden Regulatorik für Rechtssicherheit und gesellschaftliche Akzeptanz – im Fall von Flugtaxis z.B. durch einen Piloten an Bord.
  • Faire Betrachtung und Vergleich aller klimarelevanter Auswirkungen der Verkehrsträger unter Heranziehung der hohen Passagierkilometer-Volumina von robusten Vehikeln.

Fotos: Headerbild © ullihaessler